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Sóller und Port de Sóller - Infos & Tipps zu den Orten und zur Umgebung

Im sonnigen Tal von Sóller und Port de Sóller

Im Nordwesten Mallorcas, etwa 34 Kilometer von Palma entfernt, liegt das Städtchen Sóller in einem sonnigen Tal nur 40 Meter über dem Meeresspiegel und umgeben vom mächtigen Bergmassiv der Serra de Tramuntana. Wegen seiner besonderen geografischen Lage und seiner ungewöhnlichen Sehenswürdigkeiten lohnt sich ein Besuch.

Frühe Besiedelung

Die Region um Sóller war wie andere Teile Mallorcas bereits zu prähistorischer Zeit besiedelt: Gefunden wurden sowohl 7000 Jahre alte Knochen eines Jägers, als auch Zeugnisse der Talayot-Kultur (ab etwa 1300 v. Chr.). Die Römer kultivierten ab 123 v. Chr. Olivenbäume, Mandeln und Feigen und verschifften die Erträge des fruchtbaren Tals aus dem eigens errichteten Handelshafen. Der Port de Sóller liegt heute etwa zwei Kilometer vom Ortskern entfernt, verbunden von der herrlich altmodischen Straßenbahn „Tranvia“.

Tal des Goldes

Ab etwa 903 n. Chr. kamen die Mauren, brachten effektive Bewässerungssysteme und neue Nutzpflanzen wie Zitrusfrüchte ins Tal. Die Araber machten die Region zu einem reichen Obstgarten und gaben der Siedlung ihren Namen: „suliar“, Tal des Goldes. Gemeint war sicherlich der goldene Saft der Olive, das wertvolle Öl gilt als das beste der Insel. Aber die Araber begründeten auch eine weitere, bis heute andauernde „goldene“ Erfolgsgeschichte: die der Orangen. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts exportierten die Obstbauern von Sóller die süßen Früchte nach Spanien und Frankreich – und wurden damit reich. Dann vernichteten Schädlinge große Teile der Orangenplantagen, viele Menschen wanderten nach Frankreich und Südamerika aus. Als Anfang des 20. Jahrhunderts die Heilwirkung von Vitamin C bekannt wurde, begann ein neuer Orangen-Boom in Sóller, viele Auswanderer kehrten zurück.

Fassaden erzählen Geschichte

Diese Geschichte lässt sich an den Hausfassaden der Innenstadt ablesen. Reiche Bewohner, die während der Orangen-Krise geblieben waren, vervollkommneten den mallorquinischen Baustil mit kunstvollen Portalen, Innenhöfen und Schmiedeeisen. Rückkehrer aus Südamerika bauten ihre herrschaftlichen Häuser im Kolonialstil, mit Säulen und Dekors. Und Heimkehrer vom europäischen Festland ließen ihre Stadtvillen oft von Architekten planen und bauen, die sich dem Modernisme verschrieben hatten. Sóller gilt nach Palma als zweitwichtigster Ort des  katalanischen Jugendstils mit seinen verspielten Fassaden und Verzierungen. Gewirkt hat hier vor allem Antoni Gaudís Schüler Joan Rubió i Bellver. Er schuf auf dem Hauptplatz Placa Constitució die neue Fassade der uralten Pfarrkirche Sant Bartomeu und die Front der Banc de Sóller sowie in der Straße Carrer de Sa Lluna die Villa Ca’n Prunera. Diese beherbergt nach einer aufwendigen Restaurierung seit 2009 ein Modernisme-Museum mit Architektur, Möbeln und Kunst großer Meister wie Picasso oder Miró.

Der „Rote Blitz“

Mit Orangen ist auch die beliebte 1912 in Betrieb genommene Eisenbahn verbunden: Ursprünglich transportierte sie die süßen Früchte von Sóller nach Palma de Mallorca. Heute ist die Fahrt im „Roten Blitz“ von Palma de Mallorca nach Soller eine der Hauptattraktionen auf der Insel. Jedes Jahr genießen rund eine Million Passagiere – hauptsächlich Touristen - die einstündige Fahrt mitten durchs Gebirge. Sie war lange Zeit die einzige Verbindung zum Rest der Insel, außer dem Seeweg. Erst in den 1960er Jahren wurde eine kurvenreiche Straße über den Pass Coll de Sóller gebaut, 1995 dann eine moderne Landstraße mit mautpflichtigem Tunnel.

Port de Sóller

Vor dem Bau der Eisenbahn waren Schiffe das einzige Verkehrsmittel von und nach Sóller, entsprechende Bedeutung hatte der Hafen. Nach zahlreichen Piratenüberfällen wurden im 16. Jahrhundert Wachtürme gebaut, welche die Bevölkerung absichern sollten. Zwei davon stehen noch, der Torre Picada nördlich von Port de Sóller bietet einen grandiosen Rundumblick. Ebenfalls für seine fantastische Aussicht berühmt ist der Leuchtturm am Cap Gros hinter dem westlichen Hafenzugang. 1561 kam es zu einer denkwürdigen Schlacht mit der Flotte eines maurischen Korsaren. Die Bewohner besiegten die Piraten, was bis heute große Feierlichkeiten nach sich zieht: Bei der „Sa Fira i Es Firó“ jedes zweite Wochenende im Mai wird als Höhepunkt am Montagnachmittag die Landung der Piraten und der Sieg der Einwohner im Hafen lautstark und hingebungsvoll nachgespielt.

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